Wir plädieren für 317!

Oder ist etwa 2017 richtig? 

Wir plädieren für 317!
 Das ist die für uns in Europa angemessene Jahreszahl!

Mit der Jahreszahl werden die Umrundungen unseres Planeten “Erde” um unser Zentralgestirn, die “Sonne” numeriert.. Niemand war von Anfang an dabei (auch wenn die Juden es von sich zu wissen glauben). Es ist also ziemlich willkürlich, wann man mit dem Zählen anfängt. Alle beginnen ihre Zählung mit einem Ereignis, das für sie wichtig war. Aber auch “wichtig” ist relativ. Unsere Altvorderen meinten, sie sollten mit den angenommenen Geburtsjahr von Jesus von Nazareth, genannt Christus, beginnen. Deshalb sollte hinter die Jahreszahl 2016 der Zusatz geschrieben werden “n.Chr.”, “nach Christi Geburt”.

Das wurde eingeführt, als die Arroganz der katholischen Kirche Europa, und das “chrisliche” Europa die Welt beherrschte. Europa ist nicht mehr “christlich-jüdisch”, und die Zeiten von Staatsreligionen sollten endgültig vorbei sein. 

Frau Merkel und ihre “christliche” Partei, und mit ihnen einige namhaften Politiker anderer Parteien,  reden gern von unserem “christlich-jüdischen” Erbe, dem wir angeblich verpflichtet seien. Es mag sein, dass das unser Erbe ist, aber wir hätten es ausschlagen sollen. Leider hat man uns  bei der Testamentseröffnung nicht gefragt. Also sollten wir es jetzt zurückweisen und ein anderes Erbe antreten: Das Erbe der europäischen Aufklärung!

Es mag Staatsdoktrinen in anderen Regionen dieser Welt noch geben, in Europa sollten sie keinen Platz mehr haben. Religionen, Weltanschauungen und jeglicher Glaube ist Privatsache und das Europa  der Zukunft laizistisch! 

Die Wurzel der Zukunft liegt in der Geschichte,

aber Rezepte dafür finden wir nicht in alten Büchern, sondern nur mit einem wachen und kritischen, unabhängigen Verstand!

Die antiken Jahrhunderte in Süd-Europa, in Griechenland und Italien, strotzten geradezu vor Wissensdrang, vor Neugier und vor Schaffenskraft. Man entwickelte Philosophie, Mathematik, Medizin, Kunst und Architektur. Dafür stehen Namen, die heute noch jeder kennt: Archimedes, Euklid, Hippokrates, Homer, Ptolemäus, Pythagoras, Sokrates, Thales, Cicero, Ovid, Tacitus  und viele, viele andere. Nebenbei erfand man die Demokratie, die Olympischen Spiele, interpretierte die Vorgänge am Himmel und versuchte die Welt in all ihren Facetten zu verstehen. 

Aber dann wurde uns aus Vorderasien die Bibel gebracht. Nun hieß es nicht länger “denkt nach!”, sondern “glaubt!”. (Zur Ehrenrettung der Juden sei angemerkt, dass nicht sie es waren, die uns Europäern ihre Bibel aufdrängten). 

Es dauerte nicht lange, bis aus einem “ihr braucht nicht mehr nachzudenken” ein “denken verboten!” wurde. Die Scheiterhaufen brannten, und ihr heller Schein konnte nicht verhindern, dass Europa im sprichwörtlichen Dunkel des Mittelalters versank.

 

Aus der Narkose aufwachen, kann lange dauern! Aristarchos von Samos war bereits im dritten vor-christlichen Jahrhundert wohl der erste Beobachter und Denker, der es aufschrieb: Nicht die Sonne dreht sich um die Erde, sondern umgekehrt. Bis man sich in Europa traute, diese Erkenntnis gegen das Verdikt der Kirche  auszusprechen, dauerte es rund 1800 (!) Jahre. Kann man sich ein wirksameres Denkverbot als die Bibel vorstellen?

Ganz langsam begann der Patient “Europa” aufzuwachen und sich seiner alten Tugenden zu erinnern. Es war ein langer und schmerzhafter Prozess, der aber schließlich viele positive Entwicklungen erlaubte. Ohne dieses beginnende Aufwachen wäre unsere moderne Welt weder denkbar noch lebenswert. Jetzt erst wurden wieder naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse und Aussagen möglich. Es kam zu den Rechten der Bürger gegenüber Adel und Klerus, zu der Formulierung der allgemeinen Menschenrechte, zur Gleichstellung der Frau und vielem anderen mehr. Das alles verdanken wir der Epoche der Aufklärung! Deshalb schlagen wir vor, unsere Jahreszählung mit ihr zu beginnen!

Die Gefahr ist nicht vorbei!

Noch, und wieder aufs Neue, fuchteln alte und neue Prediger mit den “Heiligen Büchern” herum. Sie wollen uns wieder mit dem Totschlag-Argument, in ihren Büchern stünde “Gottes Wort”, jedes kritische Nachdenken und Nachfragen verbieten. Sie wollen uns den Weg des Verstandes nicht weiter gehen lassen, der doch Teil und vielleicht “Auftrag” der göttlichen Schöpfung ist. 

Sapere aude!, der Imperativ der Aufklärung wendet sich nicht gegen JHWH, auch nicht gegen den Gott der Christen, und auch nicht gegen Allah. Dieser Satz wendet sich an den verantwortlichen Menschen, der sich den verborgenen Fragen seiner persönlichen und individuellen Existenz stellt. Forschende Demut und demütige Forschung. Wir sollten es endlich damit versuchen!

Europa muss aufwachen und wach bleiben!. Wir brauchen endlich ein europäisches Selbstbewusstsein, das sich löst von importierten Denkverboten. Wir brauchen  ein verbindendes, verständliches Symbol!  Deshalb den “Mitteleuropäischen Kalender”, ein “Mitteleuropäisches Datum”, das jedem der zu uns kommt zeigt:

Hier herrscht ein neuer Geist!

Dieser neue Geist beruft sich nicht länger auf die Bibel. Die und ihre Prediger haben uns mit ihren Denkverboten mehr als tausend Jahre ins dunkle Mittelalter gestürzt. Der neue Geist beruft sich auf die Epoche der Aufklärung, auf Persönlichkeiten wie Petrus Abaelard, Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei, Johannes Kepler, Isaac Newton, Gottfried Wilhelm Leibniz, Voltaire, Jean-Jacques Rousseau, Denis Diderot, immanuel Kant und viele. viele andere und natürlich auf Ereignisse wie die Französische Revolution. 

Wie aber fasst man eine ganze Epoche in eine einzige Jahreszahl, mit der wir unsere Zählung der Jahre beginnen lassen wollen? Das geht nicht ohne Ungenauigkeiten und grobe Datierungen, also nicht ohne eine gewisse Willkür. Das alles möge man uns verzeihen. Wir haben das Wirken von Persönlichkeiten und Ereignisse so gemittelt und gewichtet, dass eine Umrechnung der alten in die neue Zeitrechnung ohne Taschenrechner gelingt. Wir kamen zu folgendem, praktikablen Ergebnis:  

1701 n. Chr. ist 1 n. A.
“n.A.” steht dabei für “nach der Aufklärung”

Wir werden die Diskussion auch zu diesem Vorschlag gern mit Ihnen weiterführen. Wir sind für jeden konstruktiven Gedanken und Hinweis dankbar und wir freuen uns auf Ihren Beitrag. Schreiben Sie uns, machen Sie mit bei unseren Projekten. Wir dürfen die Zukunft nicht allein den Politikern überlassen! Nicht die unsere und nicht die Europas! Das ungeprüfte Vertrauen haben die längst verspielt. Kontaktadressen finden Sie hier:

Sapere aude!